Dauerstress in der Arbeit, emotionaler/psychischer Stress und zu viele Freizeittermine lassen uns oft kaum Zeit zum Durchatmen. Dies begünstigt schmerzhafte Muskel- und Faszienverspannungen, welche auch die Kaumuskulatur betreffen können.
Stressige Situationen führen zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen. Gesteuert wird das vom vegetativen Nervensystem, ohne dass sie es in diesem Moment selbst steuern können.
Adrenalin wird ausgeschüttet, um schnell Energie im Körper freizusetzen und Extremsituationen zu meistern.
Unsere Vorfahren nutzten diese Energie und Anspannung, um zu überleben. Obwohl sich das Leben seither bedeutend geändert hat, ist die körperliche Antwort auf stressige Situationen gleichgeblieben.
In der heutigen Zeit treffen wir nur selten auf gefährliche Wildtiere. Durch Abgabetermine, wichtige Meetings, Stress bei der Familien- und Haushaltsführung oder unglückliche Beziehungen sind wir trotzdem oft dauerhaft angespannt.
Die unbewusste Reaktion, auch Kampf-Flucht-Reaktion genannt, bleibt dieselbe.
Der Körper ist angespannt und voller Energie, um den anstehenden „Kampf“ zu überleben. Dieser bleibt jedoch aus und die Energie ungenutzt. Die Anspannung in der Muskulatur bleibt erhalten und durch die stetige Übersäuerung der Muskulatur wird auch das Fasziengewebe nachhaltig geschädigt und verhärtet.
(Über-)Leben im Dauerstress führt zu enormen Verspannungen im gesamten Muskelverbund. Häufig ist dabei die Kaumuskulatur betroffen, zu ihr zählen die Muskeln:
M. masseter, M. buccinator, M. pterigoideus lateralis und M. temporalis.
Der vordere Vagus-Ast (Teil des vegetativen Nervensystems), welcher bedeutsam für einen entspannten und sozialfreudigen Zustand ist, spiegelt sich vor allem in der Gesichtsmuskulatur wider.
Angespannte und unbewegliche Muskulatur, vor allem um den Augen- und Mundbereich, lässt unsere Mimik härter und verbissener wirken. Entspannte Gesichtszüge wirken dagegen weicher und freundlicher. Der Blick in den Spiegel ist ein erster Schritt, um das eigene Stresslevel zu beurteilen.
Nachts versucht der Körper den erlebten Stress zu verarbeiten. Hierbei kommt es oft zu Symptomen wie nächtlichem Zähneknirschen mit einer starken Anspannung der Kaumuskulatur. Manch einer merkt sogar in der Nacht wie er „die Zähne zusammenbeißt“ oder es treten morgens gleich nach dem Aufwachen starke Schmerzen und Verspannungserscheinungen in der Gesichts- und Kaumuskulatur auf.
Auch der Zahnschmelz wird auf Dauer ernsthaft geschädigt, ebenso können kleine Frakturen (Brüche) in den Zähnen entstehen, welche wiederum weitere Zahnproblematiken begünstigen. Weitere mögliche Störungen, wie zum Beispiel chronische Nackenschmerzen, Spannungskopfschmerz oder Störungen im Kiefergelenk selbst können ebenso entstehen.
Die Spirale aus verspannter Muskulatur, Kieferschmerzen und nicht erholsamen Nächten lässt sich aber glücklicherweise durchbrechen.
Ist ihre Kaumuskulatur verspannt oder haben sie sogar Folgebeschwerden, biete ich Ihnen in meiner Praxis nachhaltig Entspannung und Balance.
Durch myofasziale Release-Arbeit werden Muskeln und Faszienstränge gezielt gedehnt und gelockert. Das führt zu einem verbesserten Blut- und Lymphfluss.
Besser zirkulierendes Blut versorgt verspannte Muskulatur mit wichtigen Nährstoffen, die zur Regeneration und Heilung von großer Bedeutung sind.
Verbrauchte Stoffwechselprodukte werden durch die Lymphflüssigkeit abtransportiert.
Lockere und glatte Faszien sind eine Voraussetzung für gesunde Muskulatur und schmerzfreie Bewegung. Deshalb sollten sie in der Therapie nicht vernachlässigt werden.
Mit Hilfe der craniosacralen Osteopathie werden durch sanfte Bewegungen gezielt dysfunktionale Störungen in Knochen und Gelenken gelöst. Diese Störungen können sich auch in anderen Körperpartien zeigen als nur im Kopf-/ Gesichtsbereich. Hierbei ist es wichtig den Körper als funktionelle Einheit zu betrachten und sich „systematisch“ zum Kern der Beschwerden durchzuarbeiten.
Beide Therapiemöglichkeiten biete ich in meiner Praxis an, um Ihre Schmerzen dauerhaft zu bessern und Ihre Lebensqualität zu erhöhen.
Manuelle Therapie entspannt die Muskulatur und positive Effekte sind oftmals sofort spürbar.
Um ihre Kiefergelenkschmerzen ganzheitlich zu behandeln, möchte ich Ihnen in meiner Praxis zusätzlich Übungen zeigen, mit denen sie nachhaltig Ihr vegetatives Nervensystem beruhigen können, um so positiv auf ihr Stresslevel einzuwirken.
Meistens ist es nötig den eigenen Tagesablauf zu überdenken und persönliche Stressfaktoren für sich zu benennen, denn unser „Tageslevel“ ist in der Regel einfach zu hoch. Tut man sich schwer dieses für sich selbst zu beurteilen, kann es hilfreich sein, sich die Frage zu stellen, ob wir einer lieben Person denselben Tagesablauf auf Dauer zumuten möchten. Wenn die Antwort lautet: „Nein! Das ist doch viel zu viel!“ sollten wir diese Antwort fairerweise auch für uns selbst gelten lassen.
Mit persönlichen Stressfaktoren (= alles was mich regelmäßig stresst) können sie zum Beispiel nach der Change it, Leave it oder Love it- Methode verfahren.
Ein Beispiel: Sie sind tagein- tagaus von ihrer Arbeit genervt. Es macht ihnen keinen Spaß mehr, sie fühlen sich unter-/ oder überfordert, Arbeitskollegen/ der Chef nerven und sie gehen aber trotzdem weiter täglich diesem Job nach, weil es nun mal ihre Arbeit ist und sie das Geld brauchen.
Hier könnten sie überlegen:
Change it:
Würde es vielleicht ausreichen die Abteilung zu wechseln? Kann ich mit meinem Chef über meine Unzufriedenheit sprechen und gemeinsam eine Lösung finden? Kann ich ein neues Aufgabengebiet übernehmen, mit vielleicht neuen Kollegen? Würden kleine Änderungen bereits etwas an meinem Befinden ändern?
Oder kann ich meine Einstellung zu etwas ändern und zum Beispiel einfach akzeptieren, dass Kollege XY nun mal so ist und den Kontakt minimieren?
Wichtig: Wenn Änderungen möglich sind, diese auch umsetzen und die Situation gegebenenfalls nach einer gewissen Zeit nochmal neu beurteilen.
Leave it:
Wenn Änderungen der Umstände oder Einstellung nicht ausreichend sind:
Wie wäre es das Leben in die Hand zu nehmen und die Situation zu verlassen? Wie wäre ein neuer Job? Was würde mir Spaß machen? Was muss ich konkret unternehmen, um meine Situation zu ändern? Wäre ich dann weniger gestresst?
Wichtig: Wenn die Antwort JA lautet, dann unbedingt in die Eigenverantwortung gehen, handeln und nicht länger abwarten!
Love it:
Manche Situationen können wir nicht/ oder nicht gleich ändern. Hierbei spielt Akzeptanz eine große Rolle.
„Okay, ich kann diesen Job jetzt nicht verlassen und momentan brauche ich auch das Geld für XY, aber ich kann es in einem halben Jahr nochmal versuchen. In der Zwischenzeit versuche ich mich auf die positiven Dinge dieser Arbeit zu konzentrieren und vielleicht auch mal einen Gang runterzuschalten.“
Ich hoffe, dass ihnen diese Methode eine Hilfe ist und vielleicht das Überdenken und Ändern einer gewissen Situation bereits ihre Beschwerden bessert.
Ihre Veronika Ruml
Heilpraktikerin
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